Archiv für Juni 2012

Antifa Soli-Fest im Kessel

Am Samstag, den 30. Juni 2012 veranstaltet die Antifa Ortenau ein Antifa Soli-Fest im selbstverwalteten Jugendzentrum Kessel in Offenburg.

Neben diversen musikalischen Darbietungen (Amen 81 aus Nürnberg, Do Läuft’s Crew aus Offenburg, Down On Me aus Offenburg und Breakpete aus Freiburg) erwarten euch Infotische und die legendäre vegane Alarm-Vokü.

Support your local Antifa!

antifa ortenau soli fest

Sommerliche Köstlichkeiten…

…erwarten euch dieses Mal zum allmonatlichen veganen Brunch bei Alarm…dazu müsst ihr euch nur am Sonntag, den 01.Juli zw. 11 und 14h aufmachen nach Offenburg in die Lise-Meitner-Straße 10! Vielleicht sind einige von euch ja auf direktem Wege nach einer durchfeierten Nacht vom Solikonzert im Kessel in den Alarm-Raum, andere wiederum haben feine haus- und selbstgemachte vegane Leckereien inpetto, sodass wir gemeinsam ausgedehnt und gemütlich brunchen können?!

Es freuen sich auf euch die Alarmies.

Nein zur Spekulation mit Nahrungsmitteln! Mahlzeit-Ausstellung und Abendveranstaltung in Offenburg

Zwei Kooperatiosveranstaltungen von Oxfam, Attac Offenburg, dem
Weltladen Regentropfen und Alarm e.V. beleuchten am 22. und 23. Juni 2012 das Thema Nahrungsmittelspekulation und ihre Folgen.

Lest die unten stehende Pressemitteilung und kommt zu den Veranstaltungen.

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[Presse-Info]

Oxfams „Mahlzeit!“-Ausstellung kommt nach Offenburg
Bildtafeln beleuchten Ursachen des Welthungers und zeigen Lösungsansätze

Berlin, 19.06.2012.
Noch nie wurden so viele Nahrungsmittel produziert wie heute. Dennoch leiden fast eine Milliarde Menschen an Hunger und Unterernährung. Wie ist dieses Missverhältnis möglich? Die „Mahlzeit!“-Ausstellung von Oxfam gibt darauf Antworten.

Am Freitag, den 22. Juni, wird die „Mahlzeit!“- Ausstellung mit Unterstützung von Alarm e.V., der Attac Ortsgruppe Offenburg/Ortenau und des Offenburger Weltladen Regentropfen e.V. auf dem Lindenplatz in
Offenburg zu sehen sein. Auf zehn Bildtafeln können sich die Offenburger Bürgerinnen und Bürger über die Gründe des weltweiten Hungers und mögliche Lösungsansätze informieren.

„Anhand der Tafeln wollen wir zeigen, dass alle Menschen einen Beitrag zur Verbesserung unserer Ernährungsmisere leisten können. Es ist wichtig, nicht nur die Symptome des Hungers anzugehen, sondern vor allem die Ursachen zu bekämpfen“, so Jan Urhahn, Koordinator der Oxfam-Kampagne „Mahlzeit!“.
Dazu zählen Spekulationen mit Nahrungsmitteln, die Folgen des Klimawandels und der Ausverkauf von Land und Wasser insbesondere in weiten Teilen Afrikas. Ebenso tragen der Anbau von Getreide und Ölsaaten für die Herstellung von Biosprit sowie ein erhöhter Fleischkonsum zum Welthunger bei.

Infoabend zu den Ursachen der Hungerkrisen Zusätzlich zur Ausstellung informieren Samstagabend, 23. Juni, um 18 Uhr Oxfam, Alarm e.V. und Attac in der Mensa des SMS am Schulzentrum Nordwest, Vogesenstraße 14, über die verschieden Gründe und Zusammenhänge des weltweiten Hungers und diskutieren mit interessierten Bürger/innen über ihre persönlichen Handlungsmöglichkeiten.

Pressekontakt:
Adréana Peitsch, Tel.: 030-45 30 69 35, E-Mail: apeitsch@oxfam.de
Pressesprecherin Svenja Koch ist in München vor Ort erreichbar unter: Mobil: 0177-880 99 77

Oxfam Deutschland ist eine unabhängige Hilfs- und Entwicklungsorganisation, die sich für eine gerechte Welt ohne Armut einsetzt. Im internationalen Verbund Oxfam kooperieren 17 nationale Oxfam-Organisationen mit mehr als 3.000 lokalen Partnerorganisationen in fast 100 Ländern. Mehr unter www.oxfam.de.

20. Juni 2012: Europäischer Marsch der Sans Papiers macht Halt in Offenburg

Seit dem 1. Juni sind über 100 Sans Papiers und mit ihnen solidarische Menschen unterwegs durch Europa, um auf die unerträgliche Situation von Flüchtlingen in der EU aufmerksam zu machen.

Angefangen in Brüssel, durch die Beneluxländer, über verschiedene Städte in Frankreich macht der Marsch auch immer wieder Halt in Deutschland. Am Mittwoch, den 20. Juni wird er in Offenburg erwartet, wo in der Innenstadt eine Kundgebung abgehalten wird.

„Der europäische Marsch richtet sich einerseits gegen die repressiven Gesetze und ihren Vollzug (Verhaftungen, Haft, Zwangsausschaffungen): Seit der Einführung des Schengen-Abkommens und
der Einsetzung von Frontex spitzen sich die Verhältnisse in allen europäischen Staaten drastisch zu.
Der gesetzliche Rahmen gestaltet sich immer brutaler, ist fremdenfeindlich und willkürlich. Für die Sans-Papiers und alle Migrant_innen ist es deshalb an der Zeit für einen Marsch auf das Europäische Parlament in Strassburg.“ heißt es im offiziellen Aufruf der Marschierenden.

Wir von Alarm e.V. unterstützen ihre Anliegen und erklären uns solidarisch mit allen Sans Papiers in Europa und der ganzen Welt.

Alle am Mittwoch, den 20. Juni, um 13 Uhr zu den Pagoden am Rathaus in Offenburg.
Kein Mensch ist illegal!

Alarm e.V. im Juni 2012

Weiterführende Informationen auf dem offiziellen Blog des Marsches.
Deutschsprachiger Emailkontakt: mail@legal-team.org

Aufruf: Enough is enough – Gemeinsam gegen Faschismus

Enough is enough – Gemeinsam gegen Faschismus

In den Abendstunden des 1. Oktober 2011 wurde ein junger Antifaschist in Riegel im Landkreis Emmendingen vom einschlägig bekannten Nazifunktionär Florian Stech mit dem PKW angefahren. Der Faschist fuhr mit hoher Geschwindigkeit und zielbewusst in eine Gruppe von AntifaschistInnen, die zu dem Zeitpunkt einen sogenannten Schleusungspunkt für eine Party der Naziszene beobachteten. Diese wurde veranstaltet, um den damals geplanten Naziaufmarsch in Offenburg bzw. Emmendingen zu finanzieren. Der Betroffene schaffte es nicht mehr, sich vor dem mit hoher Geschwindigkeit herannahenden Wagen in Sicherheit zu bringen und wurde durch den Aufprall des PKWs gegen die Windschutzscheibe und über das Fahrzeug geschleudert. Stech flüchtete nach der Tat kurzzeitig, traf allerdings in nächster Umgebung auf Beamte des Staatsschutzes.

Der betroffene Antifaschist wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen in das Freiburger Universitätsklinikum gebracht und lag mehrere Tage auf der Intensivstation. Ein langer Genesungsprozess folgte und rückblickend kann von Glück gesprochen werden, dass unser Genosse von gravierenderen Folgen verschont geblieben ist.

Nur wenige Tage vor der Tat profilierte sich der Täter auf der Internetplattform „Facebook“ mit Beschreibungen von möglichen Formen des Mordes an politischen Gegnern. In einer von menschenverachtenden Äußerungen nur so strotzenden Diskussion schreibt er unter anderem: „Dann kann ich ihn endlich mal die Klinge fressen lassen“, „Die Flachzange klappt zusammen und rührt sich nicht mehr. Dass muss doch ein Gefühl sein, wie wenn man kurz vor dem Ejakulieren ist!“, „Man stelle sich vor, man konstruiere einen riesengroßen Backofen und stecke sie dann rein! Und dann auf 200 Grad erhitzen und zuschauen was passiert.“ In der Diskussion erklärt der Versicherungsmakler Stech weiter, dass er sich eine Situation wünsche, in der er einen politischen Mord als Notwehr tarnen könne.

Für uns ist klar: Florian Stech hatte die Absicht, den jungen Antifaschisten zumindest schwer zu verletzten und nahm auch einen tödlichen Ausgang billigend in Kauf.

Die faschistische Gefahr ist offensichtlicher denn je. Seit 1990 wurden in der BRD mindestens 182 Menschen von FaschistInnen ermordet, die Dunkelziffer dürfte wesentlich höher liegen. Erst durch die jüngste Aufdeckung der rechten NSU-Terrorzelle drangen diese Tatsachen an die Oberfläche, viel zu lange wurden sie verschwiegen. Unsere Aufgabe muss es sein, faschistische Aktivitäten zu benennen und auf allen Ebenen zu bekämpfen. Das ist das Mindeste, was wir für die Opfer der alten und neuen Nazis tun können.

Am 18.06.2012 beginnt nun vor dem Freiburger Landgericht in insgesamt neun Verhandlungstagen der Prozess gegen Stech. Die Staatsanwaltschaft klagt ihn wegen versuchten Totschlags und weiterer Delikte an.

Wir werden den Prozess von Florian Stech begleiten und den politischen Charakter seiner Tat betonen. Selbstverständlich werden wir uns dabei nicht auf einen Staat und eine Justiz verlassen, die so oft auf dem rechten Auge blind sind.

In diesem Sinne: Kommt zum Prozess und zu den Kundgebungen. Zeigt euch solidarisch mit den betroffen GenossInnen und lasst uns gemeinsam deutlich machen, dass faschistische Gewalt nicht unbeantwortet bleiben darf.

Achtet auf weiter Ankündigungen zur Prozessmobilisierung.

Kein Fußbreit den FaschistInnen!
Für einen entschlossenen Antifaschismus!

Derzeitige UnterstützerInnen der Solierklärung:

Aktion Bleiberecht Freiburg
Alarm e.V. Offenburg
Anarchistische Gruppe Freiburg
Antifa Ortenau
Antifa Treffen Schopfheim
Antifaschistische Aktion (Aufbau) Stuttgart
Antifaschistische Initiative Freiburg
Antifaschistische Linke Freiburg
Autonome Antifa Freiburg
DIE LINKE. Stuttgart
Die Linke.SDS Freiburg
DKP Freiburg
FAU Freiburg
Gruppe 76 Rastatt/Murgtal
Grüne Alternative Freiburg
Jusos Emmendingen
MLPD Freiburg
Offenes Antifa Treffen (OAT) Freiburg & Region
REBELL Freiburg
Rheinau bunt statt braun
SDAJ Freiburg
SJD Falken Freiburg
Soziokultur Schopfheim e.V. Café Irrlicht
UStA der PH Freiburg
VVN BdA Freiburg
VVN BdA Ortenau

Die UnterstützerInnenliste wird ständig aktualisiert, wenn ihr die Solierklärung auch unterstützen möchtet schreibt eine eMail an: soli-riegel@hushmail.com

Kundgebung: 17.6. | 18 Uhr | Bertoldsbrunnen

Die Verhandlungstage beginnen jeweils um 08:30 im Landgericht Freiburg Salzstraße 17 Saal 4.

Termine:
18.6.
20.6.
22.6.
02.7 | Kundgebung | 8 Uhr | Bertoldsbrunnen
04.7.
05.7.
09.7.
11.7.
12.7.

Die Kundgebungen sind nicht angemeldet!

Weitere Infos: http://riegelsoli.blogsport.de

„War starts here!“ Info- und Mobiveranstaltung

Internationales Camp am GefechtsÜbungsZentrum Altmark vom 12. bis zum 17. September 2012.

Auf dem GÜZ, einem 233 qkm großen Gelände zwischen Magdeburg und Salzwedel, üben alle Bundeswehr- und KFor-Einheiten, die nach einem 14-tägigen Training direkt zu Auslandseinsätzen nach Afghanistan oder in den Kosovo geschickt werden.

Terrorismusbekämpfung, Riot-Control, Boden-Gefechtsübungen, etc. werden in nachgebauten Dörfern mit nachgestellten Szenen und Schauspielern simuliert und trainiert. In diesem Jahr soll mit dem Ausbau einer Übungsstadt begonnen werden, die mit ca. 500 Häusern, Slums, Industriegebieten, U-Bahn-Tunneln, etc. der optimalen Vorbereitung auf die urbane Aufstandsbekämpfung dient. Die militärische Begründung dazu, Konflikte werden sich zukünftig in Städten abspielen.

Das GÜZ steht als private Dienstleistung von Rheinmetall und Co. auch den gesamten NATO-Staaten und European Gendarmerie Forces zur Verfügung. Am GÜZ manifestieren sich für uns die zukünftigen neokolonialen Strategien der NATO für neue Rohstoff- und Nahrungsmittelabsicherung für den Norden, Angriffskriege, Bekämpfung von Unruhen, Aufständen und Migrationen als Folge von Armut, Klimakatastrophen, etc., die vernetzte Sicherheit und die zivil-militärische Zusammenarbeit.

Wir wollen auf diesem Camp Aktivist_innen aus verschiedenen Strömungen und verschiedenen Ländern zusammenbringen, denn wir brauchen ein gemeinsames Verständnis der aktuellen Situation von der an Tempo zulegenden Militarisierung der Gesellschaften. Um tatsächlich effektiven Widerstand im-und-gegen-und-über-den-Krieg-hinaus aufzubauen, gilt es in Wort und Tat zu begreifen, womit wir es bei den „neuen“ Kriegen zu tun haben. Wie breitet sich die Logik des Krieges derzeit aus, wer arbeitet daran auf welchen Ebenen und mit welchen Zielen? Klar ist: hinter den Kulissen wird daran gearbeitet und zwar fieberhaft.

An diesem Abend werden wir über das GÜZ informieren, laufende Diskussionen vorstellen und möchten die Mobilisierung vorantreiben.

Der Eintritt ist wie immer frei.

Dienstag, 12. Juni 2012, 20 Uhr im Alarmraum

Infos unter:
warstartshere.org