Im Jahre 2001 gründeten einige Jugendliche aus der Ortenau den Verein A.La.r.m. e.V. schon der volle Name zeigte, was Sache war: Akute Langeweile radikal minimieren.
Offenburg als kulturelle Provinz: Wenig geboten für viel Kohle. Und das, was geboten wurde (und wird), war (und ist) hart an der Grenze zum Musikantenstadl.
Das sollte geändert werden.

„Do it yourself“ war angesagt. Es wurden in der ersten Phase des Vereins unzählige nichtkommerzielle Konzerte, Parties, zwei große, mehrtägige Festivals und andere Veranstaltungen organisiert. Meistens im Jugendzentrum Kessel in Offenburg. Viele Bands für wenig Geld, politische Infotische, Voküs, Filme, Cocktailbars,…
Bands aus der ganzen Welt fanden ihren Weg nach Offenburg. Süd- und Nordamerika, Skandinavien, Asien, aus England, Frankreich, Osteuropa,…

Dann kam die große Flaute. Aktive Menschen zogen weg oder wandten sich anderen Interessen zu. Es wurden kaum noch Konzerte an Land gezogen, Angebote gab es genug.

Überlegungen, ob mensch den Verein nicht auflösen sollte, wurden laut.

2004 organisierten Menschen aus dem Alarm-Umfeld in Offenburg die dortige Station der „Karawane für linke Freiräume“, die durch die Städte Südwest-Deutschlands zog. Im Zuge dessen kam die Idee eines Infoladens in Offenburg auf. Und Alarm sollte der Träger dieses Raums sein. Vereinsräume sollten sowieso schon länger her.

Die Suche nach geeigneten und bezahlbaren Räumen begann. doch entweder waren die Räume zu teuer, die Vermieter*innen wollten uns nicht oder sie wurden uns vor den Nasen weggeschnappt.
Dann fanden wir im Oktober 2007 unseren Raum. Sieben Jahre betrieben wir den Alarmraum im MK2 in der Lise-Meitner-Straße 10 und veranstalteten dort über 80 vegane Brunches und unzählige Vereinskneipen, politische Cafes, Filmabende, Vorträge und Diskussionen. Nebenher trafen sich dort verschiedene politische Gruppen, Bündnisse und die eine oder andere Party wurde gefeiert. Wir veranstalteten viele Konzerte, vegane Voküs/Küfas und Infotische, oft im JuZ Kessel.

Seit dem ersten Juni befinden wir uns mit Kind und Kegel im Linken Zentrum R12 und bringen uns dort ein. Den Alarmraum haben wir mit einem weinenden und einem Lachenden Auge aufgelöst. Endlich sind wir in der Stadt, nahe am Bahnhof, nahe an der City und nahe am Kessel.

Es geht immer weiter…